Premiere erfolgreich bestanden: TTO erstmals virtuell auf dem VSOU-Kongress

Der Tag der Technischen Orthopädie (TTO) hat seine digitale Premiere im Rahmen der 69. Jahrestagung der Vereinigung Süddeutscher Orthopäden und Unfallchirurgen e. V. (VSOU) erfolgreich bestanden. Am vergangenen Freitag, 30. April 2021, lud der TTO zum interdisziplinären Austausch per Videokonferenz ein. Zunächst widmete sich die Veranstaltung der Leitfrage „Paresen – wie können Hilfsmittel helfen?“. In der anschließenden Session der Initiative ’93 TO Fellows konzentrierten sich die Referenten auf den Versorgungsbereich Neuroprothetik sowie auf den bevorstehenden Geltungsbeginn der EU-Medizinprodukteverordnung (Medical Device Regulation, MDR).

Bereits 2013 wurde der TTO vom Bundesinnungsverband für Orthopädie-Technik (BIV-OT), der Vereinigung Technische Orthopädie (VTO) sowie der Fortbildungsinitiative ’93 ins Leben gerufen. Die Deutsche Gesellschaft für interprofessionelle Hilfsmittelversorgung e. V. (DGIHV) unterstützt die Veranstaltung. „Ich freue mich sehr, dass der TTO seine virtuelle Taufe im Rahmen der VSOU-Jahrestagung erfolgreich gemeistert hat. Die interdisziplinäre Diskussion mit Kolleg:innen der eigenen und angrenzenden Disziplinen ist für unser Fach ungemein wichtig. Diesen Kontakt müssen wir auch bei virtuellen Kongressen und Tagungen aufrechterhalten“, so Prof. Dr. med. habil. Wolfram Mittelmeier, erster Vorsitzender der DGIHV. Den Vorsitz des diesjährigen TTO übernahmen Prof. Dr. med. Dipl. oec. Bernhard Greitemann, Vorstandsmitglied der DGIHV, sowie Matthias Bauche, Orthopädie-Techniker-Meister und Vorstandsmitglied des BIV-OT.

Der Gesprächsbedarf war enorm: Das Symposium „Paresen – wie können Hilfsmittel helfen?“ thematisierte die Einsatzmöglichkeiten der Technischen Orthopädie (TO) nach einem Schlaganfall bzw. bei der Versorgung von Patient:innen mit Fußheberschwäche. „Die Folgen eines Schlaganfalls sind breit gefächert und nicht vorhersehbar. Eine mögliche Folge ist beispielsweise die Fußheberschwäche. Um die bestmöglichen Therapiemethoden zu identifizieren, hilft uns nur der interdisziplinäre und interprofessionelle Austausch. In der Diskussion hat sich erneut gezeigt, welch wichtige Rolle die Hilfsmittel im Behandlungs- und Rehabilitationsprozess spielen“, fasst Mittelmeier zusammen.

Die Referenten in der nachfolgenden Session der Initiative ’93 TO Fellows widmeten sich den Themen Neuroprothetik und MDR. Angesichts des bevorstehenden Geltungsbeginns am 26. Mai 2021 weckten die Vorträge zur MDR besonders großes Interesse. „Die DGIHV hat frühzeitig die Arbeitsgruppe MDR gegründet, damit die Umstellung auf die Anforderungen der europäischen Medizinprodukteverordnung leichter fällt. Bisher haben wir Leitfäden, Informationsgrafiken und Entscheidungshilfen zur Verfügung stellen können“, so Mittelmeier, der in seinem Vortrag die Ergebnisse der Arbeitsgruppe MDR vorstellte.

Fotos: oben von links: Prof. Dr. Bernhard Greitemann und Matthias Bauche, unten: Prof. Dr. Wolfram Mittelmeier. Fotos: (oben von links) Greitemann, Marcus Zumbansen, (unten) BIV-OT/Bialas.

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